Lernen
Lernen – ein Leben lang
Hunde lernen ein Leben lang – bewusst und unbewusst. Sie verknüpfen unsere Signale, Körpersprache und Reaktionen mit bestimmten Situationen und lernen aus den Folgen ihres Verhaltens.
Der richtige Zeitpunkt: Lernen beginnt am ersten Tag im neuen Zuhause. Vermitteln Sie Ihrem Hund mit Ruhe, Geduld und Konsequenz, welches Verhalten erwünscht ist. Druck und Drill sind dabei fehl am Platz.
Während bestimmter Entwicklungsphasen sind Hunde für manche Erfahrungen besonders empfänglich. Positive Erlebnisse fördern ihre Entwicklung, während negative Erfahrungen Ängste und Meideverhalten begünstigen können. Überfordern Sie Ihren Welpen deshalb nicht. Geben Sie ihm Zeit, seine Umwelt schrittweise und positiv kennenzulernen.
Wie lernt ein Hund?
Durch Wiederholung und positive Erfahrungen werden Verknüpfungen im Gehirn gefestigt. Verhalten, das sich für den Hund lohnt, zeigt er häufiger. Deshalb arbeiten wir mit positiver Verstärkung, beispielsweise durch Futter, Lob oder gemeinsames Spiel.
Unerwünschtes Verhalten lässt sich selten einfach abstellen. Entscheidend ist, dem Hund erwünschte Alternativen anzubieten und diese gezielt zu fördern. Denn auch scheinbar nebensächliche Reaktionen können Verhalten verstärken – etwa wenn Ziehen an der Leine zum gewünschten Ziel führt.
Wut und unberechenbare Reaktionen verunsichern den Hund und können das Vertrauen beeinträchtigen. Eine klare, faire und konsequente Kommunikation schafft Sicherheit und erleichtert das Lernen.
Lernen kennt kein Alter: Auch ältere Hunde können Neues lernen. Entscheidend sind eine passende Motivation, individuelle Bedürfnisse und ein Training, das Freude macht.
Gemeinsam lernen heisst, gemeinsam wachsen – ein Hundeleben lang.

