Verhaltensauffälligkeiten

Kein anderes Tier hat sich uns Menschen so sehr angeschlossen wie der Hund. Dabei sind Mensch und Hund zwei verschiedene Spezies, die jeweils anders kommunizieren. Während wir uns meist verbal (mit Worten) unterhalten, teilen sich unsere Stubenwölfe mit einem grossen Repertoire an Gestik und Mimik mit. Es erscheint mir ganz wichtig, des Menschen Auge zu schulen für das Ausdrucksverhalten der Hunde.

Was bedeutet eine wedelnde Rute? Steckt wirklich Freude dahinter? Was bedeuten gesträubte Rückenhaare oder ein gesträubter Nacken? Wie sehen die Ohren aus? Wohin und wie guckt mein Hund? Wie steht Doggy da? Das gesamte Bild zu sehen und richtig einzuschätzen ist sehr wichtig. Denn nur dann kann ich verstehen, wie sich mein Hund in einer bestimmten Situation präsentiert... Lernen Sie Ihren Liebling (neu) kennen; lernen Sie Hündisch mit ihm zu kommunizieren. Dafür müssen Sie weder Hundprofi noch Hundeflüsterer sein.

Wie gross die Lücken in der Verständigung zwischen Hund und Mensch sein können, zeigt die grosse Zahl von Hunden, die ganz überraschend Verhaltensweisen zeigen, die ihnen nie jemand zugetraut hätte. In sehr vielen Fällen, in denen ein Hund einen Menschen oder ein Tier verletzt, meinen die Besitzer, keinerlei Vorwarnung für ein solches Ereignis bemerkt zu haben. In anderen Fällen entwickeln Hunde Krankheiten. Häufiger treten beim Hund aber Veränderungen unterschiedlichster Verhaltensweisen auf, die für ihre Besitzer problematisch oder so gar für Menschen und Tiere im Allgemeinen gefährlich werden können. Störungen beim Hund sind ganz selten angeboren und treten nicht so plötzlich auf, wie es manchen Hundehaltern scheinen mag.

Oft hat das Tier sein Verhalten schon sehr lange üben und perfektionieren können, wird vielleicht unbewusst vom Menschen in seinem Verhalten bestärkt durch tröstenden Zuspruch, Streicheln im falschen Moment oder auch durch energisches Schimpfen. Denn Schimpfen empfindet der Hund selber gar nicht immer als Tadel, sondern vielmehr als Bestätigung und regelrechte Aufforderung, das unerwünschte Verhalten noch mehr zu zeigen.

Weshalb kommt es bei Hunden zu abweichendem Verhalten?

Auffälligkeiten im Verhalten unserer Stubenwölfe geben immer wieder Anlass zu Streitigkeiten. Sie können viel Leid und Stress in der Familie des Tierhalters verursachen. Menschen und Tiere können ernsthaft verletzt werden. Unsere Tierheim sind voll von ungewollten Hunden. Jährlich werden weltweit Millionen von Katzen und Hunden eingeschläfert.

Das Umfeld, in welchem unsere Hunde aufwachsen und leben, entspricht nur noch teilweise dem natürlichen und rassespezifischen Lebensraum. Mängel oder Fehler in der Aufzucht und Haltung können zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Beim erwachsenen Hund zeigen sich oft Verhaltensweise, die für Mensch und Tier innerhalb und ausserhalb des Familienverbandes unangenehm und/oder gefährlich werden können.

Beispiele:

  • Aggressionen gegenüber Artgenossen und Menschen
  • Leinenführigkeit
  • nicht kontrollierbar auf Spaziergängen
  • Jagdverhalten
  • Ängste jeder Art
  • Unsauberkeit
  • Zerstörungswut...

Unsere Haustiere müssen sich immer mehr anpassen, dürfen nicht nach links oder rechts abweichen und sollen einfach nur lieb sein und "richtig funktionieren". Aber unsere Tiere sind keine Cola-Automaten, wo man Geld einwirft, und das gewünschte Verhalten kommt raus. Unsere Tiere funktionieren anders. Wenn wir ihnen keine Richtlinien geben, an denen sie sich orientieren können, handeln unsere Hunde selbständig und sehr konsequent und für uns Menschen nicht immer angenehm. Sie werden "Rudelführer" - ich mag das Wort nicht - . Dabei wären sie lieber einfach nur Hunde. Es ist ihnen viel wohler, wenn sie jemanden haben, der sie führt. Ein Rudel zu führen resp. selber entscheiden zu müssen, bedeutet für unsere Hunde Dauerstress, wo sie doch lieber einfach in einer Ecke friedlich und unbekümmert vor sich hindösen möchten, bis wir gemeinsam wieder etwas unternehmen. Dieser Stress äussert sich z.B. in ständigem Nachlaufen zu Kontrollzwecken, Zerstörungswut beim Alleinsein, Frustration usw...

Oft erkennt der Hundehalter die Zeichen seines Tieres nicht oder interpretiert sie falsch. Der Hund selber kommt in einen Konflikt und reagiert ganz klar... leider nicht immer in von uns gewünschter Art und Weise. Unsere tierischen Freunde lernen sehr schnell. Und sie lernen auch das für uns problematische Verhalten - ihre Reaktion auf das, was wir Menschen tun - sehr schnell. Hat ein Hund Erfolg in seinem Handeln, wird er immer öfter genau gleich reagieren und somit sein Tun üben und perfektionieren. Hier helfe ich Ihnen aus dem Teufelskreis raus. Ihre Tierpsychologie Manuela Albrecht Ostschweiz in Wittenbach.

Für einen Termin kontaktieren Sie mich bitte persönlich. Ich freue mich!

Verhaltensauffälligkeit Tierpsychologie Hundeflüsterer Hundeschule Manuela Albrecht St. Gallen Wittenbach

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